
Nachdem ich am Donnerstagmorgen um 6:00 nach durchgebloggter Nacht den Zug bestiegen hatte, fiel ich in einen süssen Schlaf, aus dem ich erst um 9:00 in Genf wieder erwachen sollte.
Den Anschlusszug nach Lyon erreichte ich nicht mehr, so dass ich tatsächlich den Daumen in den Wind reckte, um weiterzukommen. Nach langer Latscherei über die Grenze befand ich mich dann auf einer Strasse, die nicht so ganz in meine Richtung führte- also weiterlatschen, und den Folgezug um 11:00 im Geiste auch abfahren sehen...
Die Tramperei lief nicht so richtig gut, bin wohl aus der Übung, aber um 13:29 konnte ich so ca. 40 km von Genf entfernt den 13:00-Zug besteigen. Knapp 4.5 Std für 29 Zugminuten----Puuh!
Egal, hat Spass gemacht. Wunderbare Zugfahrt mt dem Regionalzug an der Rhone entlang nach Lyon (15:00), vorbei an Bahnhöfen, welche anscheinend nur für mein Kommen nach mehr als 50 Jahren wieder ihren Betrieb aufgenommen zu haben schienen.
Gegen 17:00 dann Ankunft in Orange, Daumen raus Richtung Beaumes de Venise, 20:00 Ankunft. Nettes Hotel gefunden, kleiner Zug durch die ausgestorbene Gemeinde und Heia.
Am nächsten Tag dann erstmal nach Carpentras getrampt, wo ich über den Markt schlenderte, und danach Ausschau nach einem Fahrradverleih hielt, allerdings ohne brauchbares Ergebnis. Danach zurück nach Beaumes, angemessenere Kleidung angelegt, und auf dem Daumen weiter nach Orange, wo ich am Vortag schon einen Fahrradverleih ausgemacht hatte. Auf dem Weg dorthin wurde ich von einem Typen namens Claus mitgenommen, welcher einen roten Saab 900 fuhr, und den Beifahrersitz erstmal von CDs freischaufeln musste, bevor ich einsteigen konnte. Jim Nashe fährt jetzt also in Frankreich rum...
Er setzte mich am Fahrradladen ab mit den Worten"Vielleicht sehen wir uns noch, ich muss noch nach Vacqeyras gleich...." "ja, ja..." antwortete ich.
Ich nahm dann ein bequemes Fahrrad in Empfang und machte mich mit dem Rad auf den Rückweg nach Beaumes. Kurz nach sechs bog ich dann in den letzten Kreisel vor B. ein als Mein Freund Mr. Saab diesen gerade verliess. Ist echt nen Dorf, diese Ecke! Saabman kam mir hinterher, und wir tranken noch zwei Bier in der örtlichen Kneipe, bevor er wieder los musste. Er war Sommelier auf Geschäftsreise-na bitte!
Lernte noch den Rest des Dorfes kennen, geriet beinahe in eine Schlägerei, mein Fahrrad wurde versteckt uvm. Ich kam dennoch wohlbehalten im Hotel samt Fahrrad an, und fiel in einen tiefen beschwippsten Schlaf......
Fortsetzung folgt!
2 Kommentare:
Ich habe so das Gefühl, ich bin der Einzige der zurzeit nix von der Welt sieht.
fast in eine schlägerei geraten, fahrrad versteckt...??!! Die besten Stellen verheimlichst Du uns. Was war los? Was war der Anlass? Suff?
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